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Presseinformation zu Aktion Zeitgleich 1997

Wie viele andere Hamburger Künstler auch, beteiligt sich das Atelier Keller in der Bismarckstraße 90 in Hamburg-Hoheluft an der Aktion "Zeitgleich", die vom Berufverband bildender Künstler vom 19.4.1997 bis zum 11.5.1997 bundesweit durchgeführt wird. An vier Wochenenden und drei Mittwochabenden stehen Ulrike Keller und Arthur A. Keller im Atelier den Besuchern Rede und Antwort und zeigen ihre neuesten Arbeiten.

Ulrike Keller beschäftigt sich in ihren Pastellen mit zumeist freiwachsenden Blumen und Pflanzen, in kraftvollen Farben werden einzelne Blüten, Blätter oder Gruppen aus Pflanzenteilen stark vergrößert bildnerisch gestaltet und entfalten so eine fast magische Wirkung.

"Mich interessieren die Strukturen und Texturen der in der Natur vorkommenden Dinge bis in den Bereich der Makrofotografie, früher sogar auch der Raster-Elektronen-Mikroskopie hinein. Jetzt stützt sich meine Arbeit auf ein umfangreiches, selbstfotografiertes Skizzenbuch in Diaform, das auf langen Spaziergängen entstanden ist."

Die Bilder sind vom Stil her dem Fotorealismus zuzurechnen. Durch die erhebliche Vergrößerung fallen dem Betrachter Details, die er in der Natur meist nicht wahrnehmen würde, deutlicher auf.

Die Kompositionen sind eher streng und klar und geben dem Betrachter Ruhe und Muße, sich in die Details zu vertiefen. Durch die Verwendung der Fotografie als Arbeitsgrundlage ist es ihr möglich, fotografische Stilmittel, z.B. gezielte Unschärfen, insbesondere in den Hintergründen in das Gemälde zu integrieren und als Kompositionselement zu verwenden. Dieses führt zu einer raffinierten Akzentuierung des Hauptmotivs und ausgeprägt malerischen Effekten und sie fängt Lichtstimmungen ein, die sonst kaum ins Bild zu bringen wären.

Als Vorbilder für ihre Arbeit nennt die Künstlerin Karl Blossfeldt und Georgia O'Keeffe sowie Odilon Redon. An den Schwarz-Weiß-Fotografien Karl Blossfeldts schätzt sie die strengen Kompositionen der fotografierten Pflanzen mit der Konzentration auf das Wesentliche und ihre fast architekturale Wirkung, bei den Bildern von O'Keeffe die grandiosen Ausschnitte und riesige Vergrößerung der Blumen. An Redon faszinieren sie die Farbharmonien seiner Blumenpastelle besonders.

Ulrike Keller wurde 1960 in Weinheim/Bergstraße geboren. Sie studierte von 1978 bis 1986 in Hamburg und Lyon/Frankreich Kunst, Französisch und Pädagogik für das Lehramt an Gymnasien. Von 1986 bis 1988 war sie als Referendarin tätig, danach als Lehrkraft bei einem privaten Institut. Seit Oktober 1993 ist sie als Kunsterzieherin tätig, anfangs in Lübeck, seit August 1995 in Norderstedt. 1986 begann sie mit der Pastellmalerei. Sie arbeitet kaum mit für Pastelle sonst oft genutzten Verwischungen, sondern baut das Bild in mehreren übereinandergelagerten Schichten auf und benutzt verschieden harte Kreiden, um Farben ineinander zu ziehen, eine Durchdringung von warmen und kalten Tönen zu erzielen und Farbharmonien aufzubauen.

1989 heiratet sie den Künstler und Arzt Dr. Arthur A. Keller, der 1958 in Hamburg geboren wurde. Auch Arthur A. Keller ist ein Fotorealist und beschäftigt sich seit 16 Jahren mit dem Thema "Schaufenster". Von über 400 Bildern insgesamt hat er etwa 170 Bilder zu diesem Thema gemalt, viele an Privatleute aber auch einige öffentliche Institutionen oder Geschäfte verkauft. Seit 1980 hat Keller seine Arbeiten in vielen Ausstellungen in Deutschland gezeigt und es erschienen unzählige Artikel über sein Werk, viele auch im Ausland. Neben der Kunst ist Keller freiberuflich, aber ohne eigene Praxis medizinisch tätig.

Kellers Gemälde, die zum Teil recht großformatig sind, entstehen ausnahmslos nach selbst aufgenommenen Fotografien: "Ich kann zunächst einmal die vielen Ideen, die gefundenen Bilder schnell in ein bildnerisches Medium, das Foto, umsetzen und damit konservieren. Das ist mein Skizzenbuch."

Keller ist ein langsamer Maler: bedingt durch die hohe malerische Qualität seiner Werke wie auch die Größe der Gemälde schafft er nur maximal 10 Bilder pro Jahr. "Ich würde gern sehr viel mehr Bilder fertigstellen. Durch die Fotografie habe ich aber den Trost, daß mir die Bildideen nicht weglaufen", sagt der Künstler.

Kellers "Schaufenster-Bilder" sind Kristallisationen der Großstadt. Durch das Medium des Glases, welches sowohl Ein- und Durchblicke als auch Spiegelungen der Umgebung gewährt, je nach Lichtintensitäten vor oder hinter der Scheibe, ist es ihm möglich, Kompositionen zu schaffen, die ebenso die Innenwelt als auch die Außenwelt des Schaufensters berücksichtigen und auf seiner Leinwand zusammenführen. "So habe ich alles, das ganze Leben auf einmal: das Theater im Schaufenster mit Themen aus sehr vielen Bereichen, den Dialog mit den Passanten, das Zusammenwirken mit den Formen und Farben der Stadt, den Autos und den Häusern. Früher habe ich konventionelle Stadtbilder und normale Stilleben gemalt, aber das wurde mir bald zu langweilig".

Die Idee der Schaufenster in der Kunst läßt sich bis zu Macke und Kirchner 1912 zurückverfolgen und wurde dann von einigen amerikanischen Fotorealisten wieder aufgegriffen. Keller geht mit seinen Bildern aber durchaus eigene Wege. Die Spiegelungen der Scheibe ermöglichen ihm, zum Teil sogar surreale Kompositionen auf den ersten Blick völlig real erscheinen zu lassen. Bei näherer Betrachtung erst wundert man sich, wie das alles zusammenkommt.

Faszinierend sind die Möglichkeiten der formalen, aber auch farblichen Gestaltung. Viele Gegenstände des Schaufensters erscheinen, z.B. durch die sich überlagernden Spiegelungen in einem völlig neuen Licht. Sie sind dann wie neu gestaltet.

Die Dekorateure versorgen Keller ständig mit Nachschub, wenn auch die achtziger Jahre den Schwerpunkt der Motive bilden. "Danach ging es mit den Schaufenstern deutlich bergab", sagt Keller. "Und so fotografiere ich nur noch relativ selten ein gutes Fenster." Die Motive werden ihm dennoch nicht ausgehen. Dafür hat er bereits gesorgt.

Es gibt von vielen Bildern Postkarten und Reproduktionen zu kaufen, z.T. von den Künstlern selbst gedruckt.

Weitere Informationen und auch Bildbeispiele gibt es weltweit und rund um die Uhr auf den Internetseiten http://www.atelier-keller.com. Surfen Sie mal vorbei...

Stand: Juli 1997

   © Arthur A. Keller, Kunsthaus Schwanheide, Stand 14.02.10. Alle genannten Warenzeichen und Schutzmarken sind Eigentum der jeweiligen Inhaber. Alle Angaben nach bestem Wissen und Gewissen, aber ohne Gewähr. Alle Rechte vorbehalten. Alle Preise inklusive gesetzlicher MWST zuzüglich Versandkosten. Haben Sie Anregungen oder Kritik, freuen wir uns von Ihnen zu hören.

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  © Arthur A. Keller, House of Art Schwanheide, 2010.
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 ©  Arthur A. Keller, Atelier de l'art Schwanheide, 2010. Tous droits resérvés. Toutes les marques mentionnées sont la propriété du propriétaire respectif. Sur l'honneur que toutes les indications dans la présente demande sont complètes, sincères et véritables. Avez-vous des propositions? Nous serions contents de recevoir votre courriel!